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Archiv für Oktober 2010

Erneut unangemeldeter Naziaufmarsch in Charlottenburg

Gestern gegen 19:30 marschierten ca. 50 Neonazis aus dem Spektrum der freien Kräfte unangemeldet vom Halensee Richtung Joachimstaler Straße auf dem Bürgersteig.
Die Neonazis, die Fahnen und Transparente (u.A. „Eines Tages werden wir uns fürchterlich rächen“) dabei hatten, flüchteten nach dem sich eine Einsatzhundertschaft näherte. 7 Neonazis wurden vorläufig festgenommen. Inhaltlich soll es sich wohl um die Verbote ihrer Demonstrationen in Leipzig gehen, so die Neonazis auf ihrer Website. Wen sie genau damit in Charlottenburg erreichen möchten, bleibt wohl ihr Geheimnis.

Wie immer gilt, wer weitere Infos, Fotos etc. hat, bitte melden.

Presse:

Pressemeldung der Polizei

13.10 – Stolpersteinverlegung in Wilmersdorf

Am 13. Oktober um 10 Uhr werden in der Sächsischen Str. 63A Stolpersteine für MitstreiterInnen aus der „Roten Kapelle“ verlegt. Am frühen Morgen des 16. September 1942 hatten Beamte der Gestapo die im Sächsischen Palais wohnende Ärztin Dr. Elfriede Paul, ihren Lebensgefährten Walter Küchenmeister und dessen 15jährigen Sohn Rainer festgenommen. Sie gehörten dem Freundes- und Widerstandskreis um den Angestellten im Luftfahrtministerium Harro Schulze-Boysen an. Wegen ihres Widerstandes gegen das Naziregime wurden Elfriede Paul zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt und Walter Küchenmeister am 12. Mai 1943 in der Hinrichtungsstätte Plötzensee ermordet. Anfang Februar 1943 kam Rainer Küchenmeister auf Anordnung der Gestapo in das Jugendkonzentrationslager Moringen.

Beim Verlegen der Stolpersteine werden Angehörige und Freunde sowie SchülerInnen der Robert-Jungk-Schule aus der Sächsischen Straße anwesend sein.

40 TeilnehmerInnen bei „Pro Deutschland“-Kundgebung

[aktualisiert]

Am 3.10 versammelten sich ca. 30-40 rechts-konservative Bürgerinnen und Bürger um bei einer Kundgebung der rechten Partei „Pro Deutschland“ teilzunehmen.

Bei der Kundgebung sprachen neben den „Pro Deutschland“-Funktionären Manfred Rouhs und Lars Seidensticker auch der Schauspieler Ernst Horbol und der Republikaner Reinhard Haese.

Unter den TeilnehmerInnen befanden sich neben Mitgliedern von „Pax Europa“ und der „Republikaner“ auch der Veranstalter der in Charlottenburg-Wilmersdorf stattfindenden „Dienstagsgespräche“ Hans-Ulrich Pieper. Des Weiteren war Uwe Meenen, Vorsitzender des Berliner Landesverbands der NPD und ehemaliger Republikaner, bei der Kundgebung anwesend. Meenen und Pieper unterhielten sich während der Kundgebung angeregt.
Meenen war einer der wenigen Neonazis am 1.Mai, der nach dem Aufmarschversuch auf dem Kurfürstendamm nicht festgenommen wurden, was er vermutlich seinem bürgerlichen Auftreten zu verdanken hatte.

Die Technik wurde von den Republikanern gestellt bzw. aufgebaut und 2009 von diesen auch schon bei einem Wahlkampfstand der Reps in der Fußgängerzone Wilmersdorfer Straße verwendet. Unter anderem Haese und der andere Republikaner (siehe Bild) betreuten damals den Wahlkampfstand.

Fotos:
Flickr

Presse:
Pressemeldung der Polizei
Indymedia

Technikbetreuer der Republikaner (rechts im Bild: Reinhard Haese)

Hans-Ulrich Pieper (rechts), seine Begleitung(links) und Uwe Meenen (Bildmitte) im Gespräch

(Urheber der Fotos: mikael zellmann)