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Solltet ihr weitere (Propaganda-)Aktionen der extremen Rechten mitbekommen haben, oder uns etwas zu den beteiligten Personen sagen können, würden wir uns über weitere Informationen sehr freuen.
Alles weitere findet ihr auf unserer Kontakt-Seite.

[Stand: 01.11.2010]

2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009

Chronik für 2010

Januar

Anfang Januar wurden im U-Bhf Sophie Charlotte Platz die Worte „keine linken chaoten“ an eine Wand der Unterführung geschrieben

Mitte Januar klebten „Widerstand.info“ und „Gedenkmarsch.de“-Aufkleber am U-Bahnhof Berliner Straße und U-Bahnhof Güntzelstraße.

Februar

In der Nacht vom 08.02 zum 09.02 klebten „Widerstand.info“-Aufkleber am U-Güntzelstraße.

Am 22.02 verteilte die rechtspopulistische „Bürgerbewegung Pax Europa“ auf dem Breitscheidplatz Flugblätter, auf denen die NS-Diktatur mit dem Islam verglichen und gleichgesetzt wurde.

Am 25.02 klebte am Heidelberger Platz auf einem Wartehäuschen der BVG ein Aufkleber mit der Aufschrift „Antifa, Halt’s Maul“ der Band „Hungrige Wölfe“.

Am 03.02 klebte mindestens ein Aufkleber der NPD am Mierendorfplatz.

März

Am 22. wurde ein Verkäufer einer Obdachlosenzeitung, der im Gesicht eine Davidsternähnliche Tätowierung hat, auf dem Kurfürstendamm antisemitisch beleidigt, geschlagen und ausgeraubt.

Mitte März klebten in der Konstanzer Str und Seitenstraßen (Zwischen U-Konstanzer und Düsseldorfer Straße) insgesamt 6 Naziaufkleber, die den Naziaufmarsch am 1.Mai in Berlin bewerben.

Vermutlich in der Nacht vom 22. auf den 23. wurden rechte Aufkleber verklebt. In der Pommerschen Straße klebten 5 „Tag der deutschen Zukunft“ -Aufkleber und rund um den U- Bhf bwz. im U-Bhf Konstanzer Straße10 Aufkleber, die den Naziaufmarsch am 1.Mai in Berlin bewerben.

Vermutlich in der Nacht vom 22. auf den 23. wurden außerdem in der Düsseldorfer Straße, zwischen der Sächsischen Str. und Uhlandstr. und in der Uhlandstraße bis zum Hohenzollernplatz ingesamt rund 10 Aufkleber der NPD (Hartz V für Westerwelle) und Aufkleber, die den Naziaufmarsch am 1.Mai in Berlin bewerben, verklebt.

Am 26. verletzte ein Gruppe unbekannt gebliebener Männer zwei Frauen und einen Mann auf dem Bahnhof Güntzelstraße in Wilmersdorf. Die beiden 23-jährigen Frauen und der 25-jährige Mann wurden gegen 23 Uhr 30 zunächst im Wagenabteil von einem unbekannt gebliebenen Mann antisemitisch beleidigt und bedrängt. Im Verlauf der Auseinandersetzung bedrängten weitere Männer das Trio. Als die Drei im Bahnhof Güntzelstraße den Zug verließen, wurde der Mann von der Personengruppe mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen und wiederholt rassistisch beleidigt. Die beiden Frauen erhielten Schläge gegen Kopf und Schienbeine. Anschließend flüchteten die Angreifer unerkannt. Die Verletzten begaben sich selbst in ärztliche Behandlung.

Am Morgen des 27. verteilten ca 20 Neonazis am Zoo Flugblätter für ihren Aufmarsch am 1.Mai, verklebten ca. 40 Aufkleber und malten mit Kreide neonazistische Schriftzüge. Die Aufkleber fanden sich in der Hardenbergstr., in der Fasanenstr und auf der Kantstr, sowie im Bhf. Zoo.
Wohl die selben Neonazis verklebten zwischen U-Bhf. Konstanzer Str und Düsseldorfer Str., sowie zwischen Sächsischer Str. und Brandenburgischer Str. ca 200 Aufkleber.
Während rund um den Zoo nur 1.Mai-Aufkleber klebten, waren bei den 200 verklebten Aufklebern auch „boykott american way of life“– , „Nationale Sozialisten Deutschland“– und „Todesstrafe für Kinderschänder“-Aufkleber dabei.


April

Anfang April wurden im U-Bhf Sophie Charlotte Platz, an den selben Ort wie schon im Januar, die Worte „linkes chaoten pack“ an eine Wand der Unterführung geschrieben.

Am 03.04 klebten in der Wittelsbacher Straße mind. 6 neonazistische Aufkleber (u.a. „BRD=Volkstod“) zwischen Konstanzerstr. und Bayerischer Straße. Außerdem waren linke Aufkleber entfernt worden.

Am 05.04. klebten ca. 30 Aufkleber „multikuliti? nein danke!“ in der Wilmersdorfer Str. Ecke Behaim str.

Am Abend des 15.04 klebten am Roseneck und auf dem dortigen Teil des Hohenzollerndamms mehrere neonazistische Aufkleber. Auch Berkaerstraße Ecke Sulzaerstraße klebte ein neonazistischer Aufkleber. („Scheiß Deutsche? – Wehrt euch!“)

Am 16.04 klebten 4 neonazistische Aufkleber zum 1.Mai am S-Bhf Halensee

Am 19. 04 klebten ca 80 neonazistische Aufkleber zwischen U-Bhf. Konstanzer Str. und Duisburger Str, sowie am Fehrbelliner Platz. (1.Mai-Aufkleber,“Gegen imperialistische Kriegstreiberei“-Aufkleber und geschichtsrevisionistische Aufkleber zum 8.Mai, dem Tag der Befreiung vom Hitlerfaschismus)
Außerdem wurden mindestens 2 neonazistische Transparente auf Autobahnbrücken in Charlottenburg aufgehangen. Das eine mit der Aufschrift „1.Mai seit ’33 arbeitsfrei“ hing über der A100 auf dem Wangenheimsteg (nahe Halensee) und das andere mit der Aufschrift „Nationaler Sozialismus“ am S-Bhf Messe Nord.
Transparent Nr 1Transparent Nr 2

Am 20.04 klebten 40 neonazistische Aufkleber am Lehniner Platz, in der Nestorstraße zwischen Ku‘damm und Damaschke Str. und in der Damaschke Str. (NPD, 1.Mai und 8.Mai)

Am 21.04 klebten 3 Aufkleber der NPD auf einer Bushaltestelle am S-Bhf Hohenzollern Damm, sowie 2 Westfälische Str. Ecke Johann- Sigismundstr, 1 NPD Aufkleber klebte Westfälische Str. Ecke Joachim-Friedrich Straße. Eisenzahnstr. Ecke Westfälische Str. klebte ein NPD-Aufkleber auf der Bushaltestelle des N10 und an der Bushaltestelle Cunostraße des 115ers ebenfalls einer.

Mai

Am 1.Mai nahmen ca. 300 Neonazis an einem unangemeldeten Aufmarsch auf dem Kurfürstendamm teil und 286 von ihnen, darunter fast die gesamte Berliner Neonaziszene wurden festgenommen. [Berlicht]

Am 13. machte gegen 2:30 Nachts ein 31-jähriger Mann in einem Bus der Linie M46 am Tauentzien den Hitlergruß und rief „Sieg Heil“ und „Heil Hitler“

Am Vormittag des 15. nahmen ca. 50 Neonazis an einer Kundgebung am S-Halensee gegen die Verhaftungen am 1.Mai teil. [Bericht]

Am frühen Morgen des 17. klebten 2 Aufkleber der NPD an einem Briefkasten am Heidelberger Platz. Außerdem wurde 2 Tage später ein NPD-Aufkleber im dortigen Fahrstuhl zum S-Bhf. entdeckt.

Ende Mai wurde in einer Straßenunterführung in der Lewishamstraße nahe dem Adenauer Platz ein Hakenkreuz auf eine Wand gemalt.

Juni

Am 02. klebte ein NPD-Aufkleber an einem Stromkasten in der Ahronallee in Neu-Westend

Anfang Juni klebten 2 neonazistische Aufkleber für den „Tag der deutschen Jugend“ Pommersche Straße Ecke Bayerischer Straße

Am 11. gegen 22 Uhr äußert sich ein 18 Jähriger vor einer Synagoge in der Jochimstaler Straße volksverhetzend, worauf er von anwesenden Polizisten lediglich einen Platzverweis ausgesprochen bekommt.

Am Morgen des 23. klebten am Heidelberger Platz und im dort befindlichen S-Bhf. mindestens 5 neonazistische Aufkleber zur Fußball WM.

Am 23. gegen 22:35 Uhr zeigte ein Mann im Deutschlandtrikot in der Uhlandstraße (Ecke Berliner Straße) nach dem Sieg der deutschen Fußballmannschaft gegen Ghana eine Minute lang den Hitlergruß. Mind. 10 umherstehende PassantInnen griffen nicht ein. Als er von Passant_innen aufgefordert wurde, den Gruß zu unterlassen, wurden diese als „linkes Pack“ beschimpft. [Quelle]

Am 29. klebten rund um die Comenius Grundschule, d.h. in der Gieselerstraße, Wegenerstraße und Sigmaringerstraße insgesamt ca. 15 neonazistische Aufkleber zum 1.Mai, sowie von der NPD und freien Kräften.
Die Aufkleber wurden vermutlich schon 1-2 Monate zuvor geklebt.

Juli

Mitte Juli klebten auf der Leibnitzstraße zwischen Niebuhrstraße und Kurfürstendamm insgesamt ca. 6 neonazistische Aufkleber.

Am 27. klebten am Briefkasten und im S-Bhf. am Heidelberger Platz insgesamt 6 „Freiheit statt BRD“-Aufkleber.

August

Anfang August klebte gegenüber des Bezirksamts Charlottenburg ein Aufkleber des NW-Berlin.

September

Am 04.09 kam es während des Al Quds-Marsches wiederholt zu antisemitischen Äußerungen seitens der TeilnehmerInnen. Ebenso kam es zu Übergriffen auf GegendemonstrantInnen.

Am frühen Abend des 08.09 führten 2 Mitglieder der antisemitischen Partei „Büso“ einen Infostand am S-Bhf Halensee durch.

Während des Fußballspiels zwischen Tennis Borussia Berlin und 1. FC Union Berlin II im Momsenstadion kam zu antisemtischen, sexistischen und homophoben Sprechchören seitens der Unioner Fans. Im Anschluss kam es zu einem organisierten Übergriff auf Fans von Tennis Borussia. [Weitere Infos]

Oktober

Am 3.10 fand eine Kundgebung der rechten Partei „Pro Deutschland zum Thema „Solidarität mit Sarrazin“ statt. Unter den 40 TeilnehmerInnen befanden sich Manfred Rouhs (Pro D), Lars Seidensticker (Pro D), der Schauspieler Ernst Horbol, Reinhard Haese (Republikaner), Hans-Ulrich Pieper (Veranstalter der „Dienstagsgespräche“) und Uwe Meenen (NPD). [mehr]

Anfang Oktober klebten 3 Pro-Sarrazin-Aufkleber der rechten Seite „Sezession.de“ in der Pfalzburger Straße. Außerdem klebten mind. 8 Aufkleber der
NPD und des Freien Netzes in der Goethestrasse zwischen Wilmersdorfer Straße und Krumme Strasse

Am 15.10 gegen 19:30 marschierten ca. 50 Neonazis aus dem Spektrum der freien Kräfte unangemeldet vom Halensee Richtung Joachimstaler Straße [infos]

Am 30.10 gegen 21:00 zeigt ein 30-jähriger Mann vor der Synagoge in der Joachimstaler Straße den „Hitlergruß“ und wird daraufhin festgenommen.

November

Am 29.11 veranstaltet die antisemitische Partei BüSo einen Wahlkampfstand am Wittenbergplatz. Die 4 BetreuerInnen und ihre typischen Schilder, bleiben jedoch weitestgehend unbeachtet

Dezember

Am 1.12 eröffnet im Europa Center ein Thor Steinar Shop mit dem Namen „Nordic Brands“.