}

2005

März

Innensenator Körting ließ am 9.03 die Kameradschaft „Tor“ samt ihrer „Mädelgruppe“ sowie die „BASO“ verbieten und in im Zusammenhang damit gab es bei zehn Mitgliedern Hausdurchsuchungen, unter anderem auch in dem Bezirk Wilmersdorf.
(Quelle: Chronik der Antifa Fhain)

Am 28.03 wird in der U7 in Charlottenburg ein 37 Jahre alter Mann wird als „schwule Sau“ beschimpft und sofort mit der Faust ins Gesicht geschlagen und mit großer Wucht in die Rippen getreten. In der Nähe sitzende Fahrgäste stehen auf und entfernen sich. Erst als der Geschädigte laut um Hilfe ruft, greift ein Mann ein.
Als die U-Bahn im Bahnhof Wilmersdorfer Straße hält, rennt der Geschädigte nach Hause. Später wendet er sich an maneo.
(Quelle: Maneo vom 8.4.2005)

Mai

Jugendliche der Charlottenburger Pommern-Hauptschule, die das Label „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trägt, haben am im Juni Schüler der Jüdischen Oberschule in der S-Bahn mit antisemitischen Äußerungen beschimpft. Die Lehrerin der Pommern-Schule schritt nicht ein. Der über zwei Monate zurück liegende Vorfall wurde erst jetzt bekannt, nach einer Beschwerde der Jüdischen Gemeinde bei Schulsenator Klaus Böger.
(Berliner Zeitung vom 02.07.2005)

Juni

Am 13. 06 am S-Bhf Jungfernheide in Charlottenburg wurde ein 38 Jahre alter Mann wird gegen 10 Uhr von einem jungen Mann mehrfach schwulenfeindlich beleidigt. Als er sich verärgert an den jungen Mann wendet und ihn fragt, ob er ihm bei seinem Problem irgendwie helfen könne, nimmt der Täter Anlauf und stößt den Geschädigten ins Gleisbett. Noch während er auf den Schienen steht ruft er die Polizei an und
bittet zwei Jugendliche, die sich auf dem Bahnsteig aufhalten, den Täter nicht aus den Augen zu lassen. Mit der Unterstützung der Zeugen und der Zugabfertigerin
kann der Täter festgenommen werden.
(Quelle: Maneo vom 22.6.2005)

August

Am Abend des 13.08 demonstrierten rund 50-60 Neonazis spontan auf dem Kurfürstendamm. Sie zogen vom Breitscheidplatz zum Nollendorfplatz in Schöneberg.

Oktober

Am 29.10 demonstrierten etwa 500 Menschen aus Anlass des 1979 vom iranischen Revolutionsführer Chomeini begründeten jährlichen „Al-Quds-Tages“, dem „Kampftag aller Muslime gegen Israel“, in Berlin vom Alexanderplatz zum Savignyplatz in Charlottenburg.
Am Donnerstag zuvor hatte der neue iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad dazu aufgerufen, Israel „von der Landkarte zu tilgen“.
(Quelle: Taz vom 29. und 31.10.2005)