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2007

Februar

Unbekannte Täter warfen am 25.02 eine Rauchbom­be in das Gebäude des jüdischen Kindergartens in Charlottenburg und be­schmierten die Fassade, Spielgeräte sowie die Umzäunung mit Hakenkreuzen und antisemitischen Parolen. Nur der Umstand, dass die Rauchbombe aus bis­her noch ungeklärten Gründen nicht zündete, verhinderte schwere Schäden.
(Quelle: Tagesschau)

Am 25.02 wurden gegen 23 Uhr 45 zwei schwule Männer auf dem U-Bahnhof Sophie-Charlotten-Platz von zwei jungen Männern angepöbelt und angespuckt. Dem Älteren wird mehrfach in den Rücken getreten. Der 39-Jährige und der 46-Jährige flüchten in einen nahegelegenen Imbiss und alarmieren die Polizei. Diese nimmt die Täter in der Nähe fest.
(Quelle: Maneo)

Während der Ermittlungen zu dem Zwi­schenfall in der Kindertagesstätte der Jüdischen Gemeinde entdeckten Polizei­beamte Nazisymbole an den Wänden einer Galerie im Ruhwaldpark. »Dort wa­ren Hakenkreuze, SS-Runen und antisemitische Sprüche angeschmiert worden«, berichtet ein Beamter.
(Quelle: Berliner Morgenpost vom 27.02.07; Bildqulle: Tageschau.de)

Mai

Am 03.05 äußerte sich ein 22-Jähriger bei einer Veranstaltung am Breitscheidplatz antisemitisch. Der Mann wurde vorläufig festgenommen. Er gehört offensichtlich der rechtsextremen Szene an und war entsprechend ge­kleidet. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Volksverhetzung eingeleitet.
(Quelle: Berliner Morgenpost vom 05.05.07)

Juni

Am 20.06 wird gegen 20 Uhr ein 45-jähriger Bengale von ei­nem 58-jährigem Mann ohne ersicht­lichen Grund vor einem Lokal in der Westfälischen Straße in Wilmersdorf niedergeschlagen und rassistisch beleidigt. Die Polizei kann den Täter anhand von Zeugenaussagen festnehmen.
(Quelle: Pressemeldung der Polizei, 23.06.2007)

Juli

Ein 30-Jähriger hat in der Nacht zum 07.07.2007 Schläge von Rechtsextremen einstecken müssen, als er sie auf den von der Gruppe gezeigten „Hitlergruß“ ansprach. Am U-Bahnhof Spichernstraße in Berlin-Wilmersdorf war der Mann mit den vier offensichtlichen Neonazis ins Gehege gekommen. In der darauffolgenden Schlägerei wurde der couragierte Steglitzer leicht verletzt

Am 13.07 wurde ein 22-jähriger Linker gegen 14 Uhr 15 auf dem U-Bahnhof Siemensdamm in Charlottenburg von einem extrem Rechten geschlagen und getreten. Die von Zeugen alarmierte Polizei kann den 29-jährigen Spandauer wenig später festnehmen
(Quelle: Pressemeldung der Polizei vom 14.07.2007)

September

Am 12.09 begleitete Jan Sturm (NPD Neukölln) Stefan Lux (NPD-Stratege) zur Sommerakademie gegen Antisemitismus der TU Berlin und versucht diese zu stören. Er wird daraufhin der Räumlichkeiten verwiesen.
(Quelle: Chronik der Antifa Neukölln)

Oktober

Am Morgen des 18. Oktober entdeckte ein Mitarbeiter des Grünflächenamts wenige Meter vom Zugang zum Gelände der jüdischen Kindertagesstätte Gan Israel in Berlin-Charlottenburg entfernt eine abgestellte Sporttasche. Die Polizei öffnete sie mit Hilfe eines Spezialroboters. In der Tasche befanden sich Laub und Silberfolie. Die Polizei vermutet eine gezielte Provokation. Der Berliner Morgenpost sagte ein Ermittler: »Wir gehen davon aus, dass hier ganz bewusst Unruhe nahe einer jüdischen Einrichtung verbreitet werden sollte. Glücklicherweise handelte es sich wirklich nur um eine Attrappe.« Im Februar dieses Jahres hatten Unbekannte eine Rauchbombe in das Gebäude der Kita geworfen, Hakenkreuze und SS-Runen geschmiert.
(Quelle: Jungle World vom 01.11.07)

Dezember

Unbekannte haben am 17.12 zwei Gedenktafeln an einer BVG-Bushaltestelle in der Franzensbader Straße in Wilmersdorf mit vier Hakenkreuzen be­schmiert. Außerdem war ein Portrait des Rabbiners Dr. Emil Bernhard Cohn übermalt.
(Quelle: Pressedienst der Polizei vom 18.12.07)